Therapie

Unsere Leistungen

Handtherapie - Was ist das?

Aus den Berufen der Physiotherapie und Ergotherapie hat sich die Handtherapie entwickelt. Sie beschäftigt sich mit der Rehabilitation der oberen Extremität und auch mit deren Auswirkung auf den kompletten Bewegungsapparat. Dies ist der Grund, weshalb die Hände nicht als separate Einheit, sondern als Bestandteil des heilen Bewegungsapparates behandelt werden. Zum Bewegungsapparat gehören sowohl der komplette Arm als auch die Schulter und ebenso die Wirbelsäule; denn diese haben erheblichen Einfluss auf den Arm.

Der Handtherapeut analysiert Störungen dieser Funktionskette, um dann mit einer geeigneten Behandlung die bestehenden Beeinträchtigungen zu beseitigen und im günstigsten Fall das ursprüngliche Potenzial der Hände bzw. des Körpergliedes wieder herzustellen. Falls dies nicht möglich ist, so ist man bestrebt, das Fortschreiten der Erkrankung in den oberen Gliedmaßen aufzuhalten.

Der zertifizierte Handtherapeut der Akademie für Handrehabilitation (AfH) zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Fachkompetenz aus. Damit können alle degenerativen Erkrankungen, Systemerkrankungen, Verletzungen, chirurgische Eingriffe, etc., aus dem gesamten Spektrum der „Handtherapie und Handrehabilitation“ adäquat behandelt werden, so z. B. rheumatische Erkrankungen, Fraktur, Nerven-, Sehnenverletzung,

Sehnenscheidenentzündung, Luxation, Amputation, CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom wie Morbus Sudeck, Algodystrophie), Morbus Dupuytren, Verbrennungen, Myopathie, entzündliche systemische Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis.


Quelle: Akademie für Handrehabilitation (AFH)

Arbeitstisch Ergotherapie

Neurologie (Nervenheilkunde)

In der Neurologie werden vor allem Erkrankungen des zentralen Nervensystems z.B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Querschnittlähmungen oder Multiple Sklerose behandelt. Diese weisen in der Regel sehr komplexe Störungsbilder auf, die sich vergleichsweise langsam und nur selten vollständig zurückbilden.

Ergotherapeutische Behandlungen beinhalten z.B.:

  • Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster
  • Koordination, Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen/sensorische Integration
  • Verbesserung der zentral bedingten Störungen von Grob- und Feinmotorik
  • Verbesserung der Gleichgewichtsfunktionen
  • Verbesserung von Defiziten und Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese-Sinn-Verständnis, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen
  • Erlernen von Ersatzfunktionen
  • Entwicklung und Verbesserung der sozial-emotionalen Fähigkeiten
  • Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit
  • Beratung bzgl. geeigneter Hilfsmittel und Änderungen im häuslichen und beruflichen Umfeld, ggf. Herstellung und Anpassung von Hilfsmitteln
  • Fußreflexzonentherapie, Fußreflexzonenmassage


Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.

Orthopädie - Skoliosetherapie

Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenke - die Orthopädie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Vorbeugung, Entstehung, Erkennung und Behandlung von Form- oder Funktionsveränderungen des Stütz- und Bewegungsapparates beschäftigt.

Stütz- und Bewegungsorgane sind das größte Organsystem des menschlichen Körpers und können von sehr vielen unterschiedlichen Formveränderungen, Funktionsstörungen, Verletzungen und Erkrankungen betroffen sein.

Die Vermeidung von Spätfolgen durch Haltungsschäden bei Kindern verlieh der Orthopädie ihren Namen: "Orthos" steht für "gerade" und "pädie" bedeutet "Kind".

Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Orthopädie im Kindesalter (Kinderorthopädie). 

Vieles, was im Erwachsenenalter zu bleibenden Problemen werden kann, lässt sich beim Kind noch richten oder begradigen. Die Beratung bei der Berufswahl kann spätere Erkrankungen verhindern.

In der Operationsverhütung („Konservative Therapie“), d.h. frühzeitige Erkennung und Behandlung von Krankheitsbildern, liegt eine der Hauptaufgaben der Orthopädie.

In der Orthopädie spielt die Bewegungsanalyse eine zentrale Rolle. Aufgrund von Schädigungen in einem oder mehreren Funktionssystemen kommt es häufig zu Veränderungen in anderen Systemen.

Unser Stütz- und Bewegungsapparat setzt sich aus mehr als 100 Gelenken, 206 Knochen und 656 Muskeln zusammen.
Die Gelenke schaffen eine bewegliche Verbindung zwischen den Knochen.
Die Muskeln liefern die Kraft zur Bewegung der Gelenke, und starke Sehnen übernehmen die Kraftanstrengung.

Ihre Konstruktion mit all den Zwischenscheiben, Membranen, Schleimbeuteln und der automatisch gesteuerten Absonderung von Gelenkschmiere erinnert an eine High-Tech-Konstruktion.

Geriatrie (Altersheilkunde)

In der Geriatrie steht die Behandlung von älteren Menschen, deren Selbstständigkeit und Lebensqualität durch altersbedingte Erkrankungen eingeschränkt sind, im Fokus. 

Die typischen Krankheitsbilder sind neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, dementielle Erkrankungen wie z.B. Morbus Alzheimer, degenerative und rheumatische Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, Zustand nach Frakturen, Amputationen und Tumorentfernung, Depression, Psychose und Neurose.

Um die größtmögliche Selbständigkeit im Alltag zu erhalten ist es notwendig, verlorengegangene Funktionen wieder aufzubauen und vorhandene Fähigkeiten zu erhalten.


Ergotherapeutische Behandlungen beinhalten:

  • Förderung der motorisch-funktionellen Fähigkeiten für Mobilität und Geschicklichkeit
  • Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten 
  • z.B. für bessere Orientierung
  • Anleitung zur Selbsthilfe beim Essen und Trinken, bei Körperpflege und Bekleidung, Fortbewegung sowie Kommunikation für größtmögliche Selbständigkeit
  • Beratung - auch der Angehörigen - bei Wohnraum- und Hilfsmittelanpassung
  • Begleitung bei Erfahrungen von Veränderungen und 
  • Verlust zum Erhalt der psychischen Stabilität


Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.

Pädiatrie

Ergotherapie für Kinder und Jugendliche 

In der Ergotherapie bei Kindern und Jugendlichen liegt unser Schwerpunkt in der Behandlung von:

Entwicklungsstörungen (motorische, kognitive, emotionale)

Wahrnehmungsstörungen (z.B. visuelle, auditive, räumlich-konstruktive)

Fein- und grobmotorische Koordinationsstörungen

Lern- und Leistungsstörungen

Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen

Verhaltensauffälligkeiten

Störung der sozialen Kompetenzen

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADS/ ADHS)

Kinder und Jugendliche mit Einschränkung der geistigen Entwicklung

Behandlungskonzepte:

  • Videogestützte Interaktionsbeobachtung und Analyse nach IntraActPlus-Konzept
  • Sensorische Integrationstherapie (SI) (Link DVE)
  • Psychomotorischer Ansatz
  • Affolter-Modell
  • Bobath-Konzept
  • Frostig-Konzept

Unser primäres Therapieziel:

Mit Kindern und Jugendlichen Freude am Lernen zu entwickeln
Motivation ist die Basis für einen Erfolg: In und nach der Therapie.

Psychiatrie (Seelenheilkunde) - Traumapädagogische Therapie für Säuglinge, Kinder, Erwachsene

Das Bewusstsein für traumatische Belastungen und wie sich diese Erlebnisse auf Kinder lebenslang auswirken, gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Was können traumatische Erlebnisse sein und wie begegnen wir Kindern/Familien in unserer Therapie? 

Neben den „üblichen“ Erfahrungen wie sexueller Missbrauch, Unfälle, schwere Operationen, etc. gehören aber auch belastende (Bindungs-) Erfahrungen, wie Vernachlässigung, direkte und indirekte Gewalterfahrungen, Flucht aus Kriegs- oder Krisenregionen, Verlust von Bezugspersonen z. B. durch Scheidung und das Zusammenleben mit psychisch kranken oder belasteten Eltern dazu. 

Und diese Menschen haben wir immer mehr in unserem therapeutischen Alltag.

Wie müssen wir damit umgehen? 

Aus diesem Grund bedarf es einer fundierten Ausbildung, um eine feinfühlige professionelle Haltung entwickeln zu können, die wir unserem Patient/unseren Patienten anbieten können.

Für die Arbeit mit dem traumatisierten Kind, Jugendlichen, Erwachsenen sowie den Eltern wollen wir den gemeinsamen Weg erarbeiten.

Dazu gehören therapeutische Gespräche mit dem Betroffenen und den Bezugspersonen oder in Kleingruppen, Stabilisierungsmethoden, Akut- und Kriseninterventionen, bindungsorientierte Ansätze und verschiedene Trauma-therapeutische Behandlungsmethoden für jedes Alter (von Geburt bis ins hohe Alter).

Ergotherapie in der Psychiatrie behandelt Patienten aller Altersstufen mit psychotischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen sowie Suchterkrankungen. Dies sind z.B. psychische Störungen, neurotische Störungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Depressionen, Schizophrenien, schizotype und wahnhafte Störungen, Essstörungen, affektive Störungen, dementielle Syndrome, hirnorganisches Psychosyndrom, Störungen bei Alkohol-, Drogen-, Medikamenten- und Spielsucht.


Die grundsätzlichen Ziele der Ergotherapie in der Psychiatrie sind die Entwicklung, Verbesserung und der Erhalt von:

  • Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung
  • Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
  • Realitätsbezogenheit von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Situationsgerechtem Verhalten
  • Gehirnfunktionen (menschliche Wahrnehmung, Informationsverarbeitung)
  • Selbstvertrauen
  • Eigenständiger Lebensführung und Grundarbeitsfähigkeit


Ergotherapeutische Behandlungen beinhalten:

Einzeltherapie mit ausgewählten Techniken und Tätigkeiten, um verlorengegangene oder nicht vorhandene Fähigkeiten zu erlernen oder zu üben.
Bei der Gruppentherapie steht die Auseinandersetzung der Gruppenmitglieder miteinander im Vordergrund. 

Mit kreativen Angeboten soll der Patient zur Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen und Wünschen angeregt werden.

Eine Behandlung bei psychischen Störungen ist auch angezeigt, um bei der Verarbeitung eines schwerwiegenden Krankheitsverlaufes zu helfen oder den praktischen Umgang mit einer bleibenden schweren Schädigung zu verbessern.


Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V

IntraAct-Plus-Konzept

Videogestützte Interaktionsbeobachtung und Analyse nach IntraActPlus-Konzept

Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch orientierter Therapie-und Interventionsansatz, der von Jansen und Streit auf der Basis von Ergebnissen der psychologischen Grundlagenforschung seit mehr als 20 Jahren ständig weiterentwickelt wird. 

Stärker als in der Verhaltenstherapie üblich, wird „Beziehung“ mit in die Arbeit einbezogen. Um Beziehungssignale, die meist im Bereich von Millisekunden gesendet und verarbeitet werden, zu erfassen, wurde als Besonderheit des IntraActPlus-Konzeptes die Videoarbeit perfektioniert. 

Das IntraActPlus-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom Baby über den Jugendlichen bis zum Erwachsenen ab. Der Prävention von seelischen Störungenkommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Entwicklung von Lernprogrammen ist ein neuer Arbeitsschwerpunkt des IntraActPlus-Konzeptes. 

Gleichzeitig dient Beziehung auch als technisches Mittel. Beziehung ist der wesentliche Schlüssel für die Übergabe von Werten und Zielen an die nächste Generation und unabdingbar notwendig für den Aufbau von Motivation und positiver Eigensteuerung in den verschiedensten Lebensbereichen.

Bewusstes wie auch unbewusstes Verhalten kann damit äußerst schnell von allen Beteiligten erfasst und wenn nötig verändert werden. 

Das IntraActPlus-Konzept umfasst:

Eine positive Beziehung zwischen den Kindern und ihren Bezugspersonen steht als wichtigstes Oberziel im Mittelpunkt aller Maßnahmen. 

Beziehung ist der wesentliche Schlüssel für die Übergabe von Werten und Zielen an die nächste Generation und unabdingbar notwendig für den Aufbau von Motivation und positiver Eigensteuerung in den verschiedensten Lebensbereichen.

Eine bildlich unterstützte Gesprächsführung bietet allen am Therapieprozess Beteiligten die Möglichkeit, Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und Verhalten des Kindes mit eigenen Augen sehen zu können. 


Quelle: IntraActPlus GbR http://www.intraactplus.eu/index.php?id=7


Weiterführende Informationen zum IntraActPlus-Konzept erhalten Sie auch hier: www.intraactplus.eu

Sensorische Integrationstherapie (SI)


Sensorische Integration (SI) bezeichnet den Vorgang der Wahrnehmungsverarbeitung. Der Begriff drückt aus, dass ein Kind die mit seinem Nervensystem aufgenommenen Informationen aus den Sinnessystemen so für sich nutzen kann, dass es situationsgerecht handeln kann.

Mit Störung der Sensorischen Integration bezeichnet man die unzureichende Fähigkeit eines Kindes, seine Sinnesinformationen (Bewegungs- oder Berührungswahrnehmung, Hören, Sehen etc.) für situationsangemessene Handlungen und Verhalten zu nutzen. Äußerlich völlig gesund, fallen dem Kind Lernen und Handeln schwer. Fehler werden nicht bemerkt und wichtige das Nervensystem strukturierende Erfolge bleiben aus. Kinder verlieren durch häufige Misserfolge ihren Mut und ihre Entdeckungslust, wirken zurückgezogen oder distanzlos. Sie zeigen eingeschränkte Fähigkeiten sich alleine zu beschäftigen und sind unselbständig.

In der Ergotherapie wird im Rahmen einer ergotherapeutischen Befunderhebung je nach der von Eltern und Kind umschriebenen Alltagsproblematik das Bewegungs- und Spielverhalten, die Handlungs- und Alltagskompetenz sowie Aufmerksamkeit und Ausdauer des Kindes analysiert.

Anhand von Verhaltensbeobachtungen, Koordinationstests und Aufgabenstellungen, die Strategie, Aufmerksamkeit und Ausdauer verlangen, werden die SI-Fähigkeiten bzw. mögliche Einschränkungen untersucht.


Ziele der Behandlung

Die Ziele der SI-Behandlung orientieren sich an den Alltagseinschränkungen, bauen aufeinander auf und werden mit den Eltern abgesprochen. In der Therapie werden die inneren Antriebskräfte des Kindes erkannt und dazu genutzt, um die Entdeckungsfreude im Kind zu wecken, die ihm gestellten Aufgaben mit wachsender Spielkompetenz zu lösen. Das sieht häufig wie Spielen aus, da Bewegung und Spiel die alltäglichen Betätigungen und damit das "Lernfeld" des Kindes sind.

Durch das adäquat ausgewählte Betätigungsangebot wird in der Therapie die Fähigkeit des Kindes gefördert, "kleine Knoten" lustvoll zu lösen und damit die einströmende Sinnesinformation in seinem Nervensystem zu nutzen, zu ordnen, d.h. zu integrieren.


Quelle: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.